Drei Warrior Cats-Clans werden Gefangene ihrer eigenen Heimat, als ein Erdbeben alles ins Chaos stürzt...
 
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 Eichenkampf | Wächter

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 Eichenkampf

Wächter
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BeitragThema: Eichenkampf | Wächter   Mi Nov 28, 2018 8:42 pm

Eichenkampf // 80 Monde // Kater // Clan der flüsternden Hügel // Krieger/Wächter
Wesen
Outward appearance. Character. All About yourself.

Statur[Groß, muskulös, schwer]
Breite Schultern, breite Brust, ein muskelbepackter, großer Leib und stämmige Beine.
Eichenkampf ist ein Kater wie für den Offensivkampf geschaffen, der seine Kraft und sein Körpergewicht genau einzusetzen weiß. Mit einer Schulterhöhe von 43 Zentimetern ist er vielen in seinem clan weit überlegen. Sehnige Muskeln zeichnen sich unter dem dichten Fell ab und er ist mit einem Gewicht von 8 Kilogramm als stämmig und gut trainiert zu bezeichnen.
Seine Schnauze weist kantige Züge auf und der gold-orangene Blick ist meist ernst und prüfend bis stählern und grimmig, was selbst bei heiterer Laune nie ganz verfliegt. Nur ganz selten kann man in diesen Augen Zuneigung oder gar Freundlichkeit erblicken. Seine Pfoten sind groß und verbergen scharfe, lange und harte Krallen und sein dicker Schweif endet spitz zulaufend, ist aber nicht als all zu buschig zu bezeichnen. Aufgrund seines massigen, kräftigen Körperbaus wirken dieser sowie seine Ohren manchmal ungewöhnlich kurz, auch wenn dem nicht so ist.
Das Markanteste an ihm sind jedoch seine zahlreichen Narben, die von Schlachten zwischen den Katzen aber auch von vielen wilden Raubtieren und Eindringlingen erzählen, denen entgegen zu treten er sich mit seiner kriegerischen Leidenschaft nicht scheut. Besonders in seinem Gesicht sind die Narben sehr auffällig. Sie verlaufen verzweigt über seine rechte Wange, führen schräg über den Nasenrücken und ziehen sich von seinem fehlenden Auge als dickere Striemen bis hinauf zu seinem Ohr.
Weitere, breite Narben zieren das Knie seines rechten Hinterbeines und auf seinen Schultern malen mehrere, feine Linien Labyrinthe durch sein Fell.
Trotz all dem ist Eichenkampf grundsätzlich kein hässlicher Kater, dafür sorgt allein schon sein stattlicher Körperbau. Er strahlt auch eine gewisse Attraktivität aus, nur er ist sich dieser nicht bewusst.

Augenfarbe[dunkles Bernstein]
Manche meinen es würde im Sonnenlicht brennen, als würde man direkt ins Feuer starren. Aber es erinnert eher an getrocknetes Blut im Sonnenuntergang.

Fell[matsch-/sandfarben , schwarze Musterung]
Der Krieger besitzt mittellanges, sehr dichtes und doch beinahe weiches Fell, welches hauptsächlich in grau-braun und cremefarbenen Tönen meliert ist. Sein ausladender Kragen und das Wangenfell ist cremefarben und an Ohren, Pfoten, Hals und Schnauze mischt sich etwas braun in die Musterung. Von der Konsistenz würde man es wohl eher als rau und drahtig bezeichnen. Dadurch, dass sein Fell zwar dicht, aber recht dünn ist, neigt es kaum - trotz der Länge - zu Verknotungen.

Charakter Eichenkampf mag auf die meisten keinen guten ersten Eindruck machen, aber glücklicherweise scheint ihm das auch völlig egal zu sein. Er ist kein besonders offener Zeitgenosse der mit den Armen weit ausgebreitet durch die Welt stampft und jeden hineinzieht. Wer ihn trifft und mit ihm in Kontakt kommt, der erlebt einen eher mürrischen, zunächst wortkargen Kater, der augenscheinlich mit der ganzen Welt abgeschlossen hat. Er scheint kein Interesse an anderen Artgenossen zu haben, sich sogar eher bedrängt zu fühlen, wenn er jemanden um sich hat und es gibt nur wenige, die diese Reaktion nicht erleben. Meistens dann, wenn sie sich in den ersten Augenblicken interessant genug machen. Trotzdem schweigt der Braune niemanden zu Tode und er reagiert schon auf seine Umwelt, auch wenn er lieber allein ist. Oft wirkt er dadurch aber recht leicht gestresst oder genervt und wird durch sein angeborenes Temperament dann auch aggressiver in Ton und Tat. Nicht, dass er jeden sofort anfallen würde, aber Eichenkampf ist keiner, der anderen Honig ums Maul schmiert... oder in irgendeiner anderen Art und Weise viel Anstand und Respekt beweist, solang er es nicht für nötig hält. Stattdessen glänzt er eher mit seiner Reizbarkeit und einem alles in allem eher unangenehmem Umgang. Er gibt sich keine Mühe, damit andere sich in seiner Umgebung wohl fühlen, viel lieber ekelt er sie regelrecht weg. Nicht, dass er das mit Absicht tun würde, aber er will sich nicht verstellen, damit andere bei ihm bleiben. Da er das Alleinsein ohnehin mehr schätzt, ist ihm recht, dass nur die bleiben, die wenig zu nörgeln haben und irgendwie mit seiner verschrobenen Art zurechtkommen.

Unabhängig von dem gern schlechten ersten Eindruck, erlebt man aber in der Regel auch einen Krieger mit Stolz. Der ist nicht übermäßig ausgeprägt und er wirkt nicht, als wäre er der Meinung, etwas Besseres zu sein, aber er lässt sich eben auch nicht untergraben. Seine Worte sind stets bestimmt und schonungslos ehrlich, was manch einen womöglich auch schon dazu trieb, ihn deshalb nicht zu mögen. Er sagt frei heraus was er denkt, nimmt dabei nicht sonderlich viel Rücksicht auf die Gefühle seines Gegenübers. Dafür ist er aber eben auch hartnäckig und grundlegend gerecht, solang es keine allzu großen Umstände macht. Wenn es nicht seine Sache ist, mischt er sich eben auch nicht ein. Ist es aber seine Sache, so kann man sich sicher sein, dass er standhaft seine Position vertritt und sich an seinem Ziel regelrecht festbeißt. Man erlebt ihn auch äußerlich eher zielstrebig, wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat und bei der Lösungsfindung ist er durchaus kreativer Natur. Genauso erfinderisch ist er auf der anderen Seite auch bei Fluchtwegen, wenn eine Situation ihm so gar nicht zusagt. Generell geht er auf Fremde eher misstrauisch zu und verschafft sich einen ersten Eindruck, bevor er handelt. Er hat zwar grundsätzlich kein Problem damit, auf jemand anderen zu hören, allerdings lässt er sich nicht über den Mund fahren und herumschubsen lässt der Braune sich schon gar nicht. Er erwartet zwar wenig von Fremden - so wird man weniger enttäuscht - aber er besteht doch definitiv auf eine gewisse Freiheit seiner selbst. Eichenkampf will definitiv in keinem Mittelpunkt stehen und schon gar nicht zu viele Clanmitglieder an seinem Hintern kleben haben.

Geschichte
Childhood. Youth. Adulthood. Past. Future.

Vergangenheit Die einen behaupten, dass das Leben eine geregelte Bahn geht, dass alles vorherbestimmt und unabänderlich ist. Die anderen, und das sind die, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen und es nicht von Göttern leiten lassen, sagen, dass ein jeder, wenn er es denn so will, sein Leben bestimmen und gestalten kann wie er es möchte. Woran ich glaube? Ich glaube, dass wir einen bestimmten Weg gehen, der sich hin und wieder spaltet und man dann entscheiden muss welche Richtung man einschlägt. Gehe ich nun nach links oder nach rechts? Was sagt mir mein Gefühl? Ich bin jemand, der sich stets für das Richtige entschieden hat, denn egal in welche Richtung ich auch gegangen sein mag, es war immer der Weg den ich gegangen bin. Was passiert wäre, hätte ich mich anders entschieden? Nun, das kann ich nicht genau sagen, aber glaubst du ernsthaft, dass mein Leben so anders verlaufen wäre?

Die ersten Strahlen der Sonne waren zu sehen, als Eichenjunges das Licht der Welt erblickte. Auch wenn dies vielleicht zu viel versprach, denn die Augen des Jungen waren fest geschlossen und kein Geräusch drang an die verschlossenen, kleinen Ohren. Leise fiepte er, in der Hilflosigkeit und Dunkelheit, aber sogleich spürte er die wärmende raue Zunge seiner Mutter und die liebkosende Nase, die Hinterbeine, die ihn näher an den warmen Bauch schoben. Nährende Milch drang in den kleinen Körper und tat damit den ersten Schritt für das Überleben des kleinen Katers. Es war ein schöner Frühlingsmorgen. Der Wärmste des bisherigen Jahres versprachen bereits jetzt das Erblühen der Welt. Der letzte Schnee war längst geschmolzen. Gras spross und die Bäume trieben aus. Die Geburt stand dementsprechend unter einem guten Stern. Verhieß nur Positives, auch wenn es vollkommen anders werden sollte. Eichenjunges wuchs gut behütet im Clan der flüsternden Hügel auf und hatte mit seiner Schwester Schwalbenjunges, die im selben Wurf wie er geboren wurde, eine schöne Kindheit. Seine Eltern liebten beide Geschwister des Wurfes. Ihre geringe Anzahl war für diese Jahreszeit ungewöhnlich, aber so lag die gesamte Aufmerksamkeit auf ihnen und die Katzen des Clans achteten sie umso mehr. Sorglosigkeit war das. Ein schönes und unbekümmertes Leben. Der kleine Kater kannte keine großen Sorgen, außer wenn die Mutter vielleicht nicht einmal schnell genug von der Jagd zurückkehrte. Es waren nur solch kleine Probleme, die ihn belasteten. Der aufgeweckte Junge war lebensfroh und er liebte die Spiele mit seiner Schwester. Er konnte den ganzen Tag mit ihr tollen, ohne dessen müde zu werden. Ja, er liebte sein junges Leben und wenn er heute zurück denkt… Ihm kommt es vor, als hätte er damals einen Traum gelebt. Einen wunderschönen Traum der Narrenfreiheit und des lebensfrohen Daseins.

Eichenjunges hatte einige Vorbilder unter den Katzen. Hatte Freunde unter den Erwachsenen, mit denen er sprach und von denen er viel lernte. Mit dem Rest des Clans arrangierte er sich. Er war nie der, der sich in den Mittelpunkt drängte und lieber blieb er im Hintergrund. Die Katzen mochte ihn genau deswegen, denn niemals war er aufdringlich, oder unhöflich. Seine Mutter Blütentanz war seine Beschützerin und Fuchsbart sein Vorbild. Nur einen dunklen Fleck gab es in diesem Bild, einer perfekten Familie. Das Geschöpf, das ihn aus dem Leben riss, die Seifenblase platzen und den Albtraum beginnen ließ. Ascheregen war sein Schicksal. Ein Kater von riesenhafter Statur, der Bruder seines Vaters und somit Eichenjunges Onkel. Ein Krieger, der keine Rücksicht auf Verluste nahm und für seine Kampferfahrung sehr geschätzt wurde. Aber aufgrund seines gefühlskalten Charakters, wurde er von den meisten seiner Clangefährten gemieden. Er war das schwarze Schaf der Familie, gönnte Fuchsbart nicht das Familienglück und zeigte eine krankhafte Eifersucht gegenüber Blütentanz, weil die Kätzin nicht ihn als Gefährte gewählt hatte. Ascheregen war von Natur aus ein bösartiger Zeitgenosse und er würde Eichenjunges lehren, was es bedeutete, wenn einem das Herz zerrissen wurde.

Nach sechs Monden der Geborgenheit wurde Eichenjunges zum Schüler ernannt und bekam zu seinem Pech seinen Onkel als Mentor zugeteilt. Was er nicht wusste war, dass Ascheregen einen rachsüchtigen Plan verfolgte indem er sich dem jungen Eichenpfote annahm. Schon nach der ersten Trainingseinheit war sein Schicksal besiegelt: Er würde durch die Hölle gehen. Der Hass seines Onkels war förmlich greifbar, denn Ascheregen machte die Geschwister für sein Unglück verantwortlich. Wären sie nicht geboren worden, hätte er bestimmt noch eine Chance bei Blütentanz gehabt. Und so machte der Schwarze kein großes Geheimnis daraus und ließ seinem Zorn an Eichenpfote aus, sodass dieser öfter den Heiler des Clans aufsuchen musste als ihm lieb war. Ascheregens Plan war offensichtlich, er wollte Eichenpfotes Vater, der zu der Zeit den Posten des zweiten Anführers innehatte, stürzen und wollte durch falsche Aussagen dafür sorgen, dass die Anderen das Vertrauen zu Fuchsbart verloren und er als der strahlende Held hervorgehen konnte.
Die beiden jungen Geschwister verstanden nicht, wie der Clan ihrem Onkel auch nur ansatzweise vertrauen konnte. Mit ein wenig Abstand und offenem Blick war er zu durchschauen, aber die anderen waren wie geblendet. Überzeugt von der Stärke des Katers und seiner taktischen Denkweise. Sobald Eichenpfote und Schwalbenpfote alt genug waren, um sich selbst zu versorgen und für sich selbst einzutreten, versuchten sie die Hinterhältigkeiten ihres Onkels aufzudecken und betraten damit ein gefährliches Pflaster, dem sie nicht gewachsen waren. Denn Ascheregen würde weiter gehen, als die Beiden gedacht hatten.

Wo hin er auch immer seine Pfoten setzte, er wurde von zwei Schatten verfolgt. Ging er auf die Jagd, boten die Geschwister ihre Unterstützung an. Schritt er die Grenze des Territoriums ab, begleiteten sie ihn oder folgten im Schutz des Unterholzes. Bei den Beratungen der Älteren waren sie an seiner Seite und jede Entscheidung von Ascheregen wurde von ihnen in Frage gestellt – immer in der Hoffnung, er würde sein wahres Wesen ans Licht bringen.
Die Zeit verging. Eichenpfote und Schwalbenpfote verfolgten weiter den Plan, aber die tödliche Maske ihres Onkels saß zu perfekt. Es gab Momente, in denen sie wahrhaft daran zweifelten, dass ein anderer Hintergrund als pure Treue und Loyalität zum Clan hinter Ascheregens Verhalten steckten. Manchmal waren sie dabei, dies alles zu vergessen und ihr junges Leben zu genießen, aber genau in diesen Momenten zwangen sie sich, ihn noch genauer zu betrachten. Hinter die Maske zu blicken… Und dann sahen sie immer wieder, die schwarze Seele. Den hasserfüllten Blick, den er Fuchsbart zuwarf und gebleckte Zähne, wenn er dachte, dass niemand ihn beobachtete. Oder genauer: Wenn er wusste, dass nur die jüngeren Geschwister ihn beobachteten. Dem erprobten Krieger wurde sehr bald klar, was seine Schatten dachten, denn außer seiner Grausamkeit war die Intelligenz seine stärkste Charaktereigenschaft. In den Nächten, wenn alle ihn nur schlafend sahen, waren seine kalten Augen in Wirklichkeit auf die Geschwister gerichtet, die ihn enttarnen wollten. Aus der Dunkelheit der Bäume verfolgte er sie und presste die Kiefer so stark aufeinander, dass Blut hervor rann und nichts wünschte er sich mehr als die passende Gelegenheit. Eine Chance, die Barrieren auf seinem Weg zu vernichten.

Mit 12 Monden wurde aus dem Schüler ein Krieger und er bekam den Namen Eichenkampf. Die Nachsilbe ehrte seinen stählernen Körper und das harte Training das er durchlaufen hatte. Seine Schwester jedoch, blieb weiterhin noch Schülerin, da sie während ihrer Ausbildung häufig erkrankt gewesen war und auch nicht so herausragende Erfolge wie ihr Bruder zu verzeichnen hatte. Neben Eichenkampf wurde auch sein bester Freund im Clan zu einem vollwertigen Mitglied ernannt. Bärenkralle, welcher einmal der Anführer ihres Clans werden sollte, doch zu dieser Zeit lag dieses Ereignis noch in ferner Zukunft. Die drei jungen Katzen verband nun ein Geheimnis, welches als bald ihr Verderben sein würde.
Es war ein Tag wie jeder anderer, bis alles schließlich in sich zusammenbrach, wie ein Kartenhaus im Wind. Die Geschwister und Bärenkralle verfolgten ihren Onkel wieder einmal und ahnten dabei nicht, dass sie nichts anderes taten, als in seine Falle zu treten. Ascheregen bot sich an, die Grenze des Territoriums zu überwachen. Er wollte dabei allein sein und alle sahen diesen Vorschlag nur als Geschenk und gute Geste. Schwalbenpfote vermutete aber sofort eine Hinterhältigkeit. Zu viele dunkle Machenschaften konnten sich entwickeln, wenn der Verräter allein war. Es war eine Selbstverständlichkeit, ihm zu folgen. Genauso, wie sie es schon so oft praktiziert hatten, doch dieses Mal sollte es anders laufen.

Ascheregen – in dem Wissen, Verfolger zu haben – plante bereits den Weg, den er einschlagen wollte. Ohne Vorwarnung und Ankündigung, war er schneller gelaufen und stahl sich somit aus dem Blickfeld seiner Schatten. Wie ein Geist war er verschwunden und die Entscheidung, sich zu trennen um die Geruchsspur schneller wieder aufzunehmen, sollte ihr Verderben sein. Schwalbenpfote bot sich an allein auf die Suche zu gehen, da sie durch ihre Größe und dem tarnfarbenen Fell im Unterholz fast nicht zu erkennen war. Die Beiden widersprachen nicht, wussten sie doch um die eiserne Entschlossenheit der Kätzin. Aber hätten sie damals gewusst, was danach passierte, hätten sie sich vermutlich anders entschieden. Die Gedanken nur nach vorne Gerichtet, merkten sie nicht, dass sich Ascheregen an ihnen vorbei stahl – in Richtung Clangrenze zu Schwalbenpfote. Erst der Ruf seiner Schwester hatte den jungen Krieger in die Wirklichkeit zurückgeholt. Ein Schrei der puren, verzweifelten Angst. Wie in Trance lief er den Weg zurück. So schnell, dass er kaum noch wusste, wie er die Pfoten gesetzt hatte. Es vergingen nur Sekunden, ehe er bei seiner Schwester angelangt war und sein Körper zu Boden gedrückt wurde, den Kopf gen kalte Erde gepresst, sodass er keinen Laut von sich geben konnte, ein Atemzug nur durch die Nase gestattet war. Bärenkralle war es der ihm, vor dem gleichen Schicksal wie es seine Schwester ereilte, rettete.

Sie wusste schon immer, das Ascheregen ein hinterhältiges Wesen war, aber das er im Laufe der Jahre Kumpanen um sich geschart hatte, dahinter waren die Geschwister nicht gekommen. Das grausame Szenario sollte sich auf ewig in sein Gehirn brennen: Die honigfarbenen Augen seiner Schwester starrten ihn nur noch leblos an, der Waldboden wurde mit dem blutroten Lebenssaft getränkt und das höhnische Grinsen Ascheregens, welches über dem leblosen Körper thronte. Eichenkampf konnte sich nicht mehr bewegen. Die Angst lähmte ihn und keinen Muskel konnte er rühren. Der Ausdruck in den reglosen Augen Schwalbenpfotes trieb ihm jede Kraft aus dem sonst so starken Körper. Ihre Augen… Eben noch voller Wärme und Lebensfreude und nun erstarrt in Todesangst. Er wollte sich rühren. Er wollte schreien und sich auf den Mörder stürzen, aber er tat nichts. War gefangen in seiner lähmenden Angst. Der Hass kochte in diesem Moment das erste Mal in dem braunen Kater auf. Hass auf den Mörder. Hass auf sich selbst, den Schuldigen der seine Schwester allein ließ, den Feigling der sich nun nicht bewegte, den Schwächling, der nicht tötete. Hass auf die Welt selbst. Jene ungerechte, grausame Welt.

Tränen liefen seine Wangen hinab, während Bärenkralles Pfote seinen Schädel erbarmungslos unten hielt. Zwei gegen fünf ausgewachsene Katzen. Sein Freund behielt einen klaren Kopf, dachte nach und wägte ihre Chancen ab – jene liefen gen Null hinaus. Der Verräter überschritt mit seinen Anhängern die Grenze und verschwand im tiefen Unterholz.
Ihr Tod hatte tiefe Furchen in seinem Herzen hinterlassen. Im Stillen hatte er seiner Schwester einen Kriegernamen verliehen – Schwalbenflug – war nun frei wie ein Vogel und konnte dieser Welt entfliehen. Fuchsbart wandte sich von ihm ab und beschloss den Mörder auf eigene Faust suchen zu gehen. Er verließ den Clan, als kurz nach Schwalbenflugs Tod auch seine Gefährtin Blütentanz an grünem Husten verstarb. Eichenkampf, nun 22 Monde, bekam seinen ersten Schüler Mutpfote, dieser war der Sohn seines besten Freundes, ein lieblicher Junge mit schwarz-weißem Fell und neugierigen Augen. Jedoch verarbeitete sein Mentor die erlittenen Schicksalsschläge im Training mit der jungen Katze. Legte all seinen Zorn in seine Handlungen. Perfektion und Disziplinen wurden erwartet, Fehler wurden nicht geduldet und bestraft. Eichenkampf spaltete sich selbst und seinen Schüler vom Clan ab, konzentrierte sich vollkommen auf Mutpfotes Ausbildung. Nur am Rande bekam er Bärenkralles Aufstieg in der Hierarchie mit, obwohl sein bester Freund ihn immer mit den wichtigsten Neuigkeiten versorgte und versuchte ihm Halt zu geben, schob Eichenkampf ihn weg. Er wollte sich nicht an eine Katze binden, Bindungen machten ihn nur schwach und diese Schwäche durfte er seinem Schüler auf keinen Fall spüren lassen.

Mutpfote entwickelte sich prächtig unter seiner Führung, kurz vor dessen Kriegerzeremonie wurde Bärenkralle zum neuen Anführer des Clans der flüsternden Hügel ernannt. Eichenkampf sollte an die ehemalige Position seines besten Freundes treten, lehnte jedoch ab, denn er war kein Anführer, wollte es auch nie werden. Stattdessen stand er Bärenstern beratend zur Seite und konnte sich zum engsten Kreis des Anführers zählen, was nicht vielen Clanmitgliedern vergönnt war. So war Eichenkampf zu einem wichtigen Clanmitglied geworden und so langsam begann er das Geschehene auch zu verarbeiten. Doch als sein ehemaliger Schüler, dem Anführer ihres Clans, unter einem Anfall von Zorn das erste seiner sieben Leben raubte, glaube Eichenkampf sich wieder unter dem Busch zu finden, untätig und nutzlos. So schwor er sich Mutherz auch weiterhin mit Verachtung zu strafen und ihn keineswegs als vollwertiges Clanmitglied zu achten – der schwarz-weiße sollte ihn fürchten.

Die Zeit zog ins Land und in der Blatfrische, mit knapp 45 Monden, bekam Eichenkampf seine zweite Schülerin. Eine in sich gekehrte junge Kätzin, die so zart und zerbrechlich wie Porzellan erschien. Jedoch eine Entschlossenheit ausstrahle, die Eichenkampf an seine verstorbene Schwester erinnerte. Taubenpfote war fleißig und sog alles, was er ihr beibrachte, wie ein Schwamm in sich auf. Des Öfteren gerieten Mentor und Schülerin aneinander, weil Taubenpfote ihn für seine ruppige Art zu tadeln begann und über ihn witzelte. Eichenkampf nahm seine Wandlung nicht wirklich wahr, doch Bärenstern bedachte die charakterliche Veränderung seines Freundes mit einem Lächeln.

Der Anführer war schon immer etwas wirr im Kopf gewesen, doch was er eines verschneiten Tages von Eichenkampf verlangte, war eine Tat so voller Herzlosigkeit und Kälte, sodass er kurz über die Moral nachdachte, was gut und richtig war. Doch er tat es. Wie immer, wenn Bärenstern ihn um etwas bat. Zusammen mit seiner Schülerin trugen sie die schwächlichen Bündel in der kalten Blattleere zu der Grenze zum Clan der schimmernden Eiche. Eichenkampf kehrte umgehend ins Lager zurück, gab an Taubenpfote noch auf die Jagd geschickt zu haben, obwohl sie es war, die sich im Gebüsch versteckte und auf eine nahende Patrouille gewartet hatte, die die Jungen von Bärenstern mitnahmen. Eichenkampf begann sich nun von Bärenstern zurückzuziehen, war er ihm doch zu nahe gekommen und hatte ihn dazu getrieben seine Moral über Bord zu werfen. Auch seine damalige Schülerin begann Fragen zu stellen und zweifelte fragwürdige Entscheidungen ihres Anführers an. Und wieder sah sich Eichenkampf konfrontiert mit der Vergangenheit und verlor sich zunehmend selbst. Funktionierte nur noch, wie eine Maschine, tat seine tägliche Pflicht. Taubenpfote vollführte eine 180 Grad Wendung und aus der zurückhaltenden Schülerin wurde eine extrovertierte Kriegerin, diese geprägt durch ihre einstige stille Art den Namen Taubenschwinge erhielt.

Der Frühling hielt Einzug und ließ den Schnee verschwinden. Die Blumen reckten ihre Köpfe wieder aus dem Erdreich und die Sonne schien immer länger. Doch in den Herzen der Meisten, war der Frühling deshalb noch lange nicht ausgebrochen. Die Iriden stierten immer wieder zu dem neu ernannten zweiten Anführer hinauf, Hass hatte sich in jenen glimmenden Augen gespiegelt. Eichenkampf sah zum zweiten Male in Bärensterns Entscheidungen einen Fehler, jene die Zukunft für sie alle verändern sollte und Kriege bringen würde. Doch sie hatten damals in einer recht friedvollen Zeit gelebt, nur wenige Fremde hatten sich in ihr Territorium verirrt und die anderen Clan hielten ebenso die Pfoten still.
Auch die Gefühle so mancher Katze spielten verrückt – so kam es, dass sich Taubenschwinge in ihrem ehemaligen Mentor verliebte, doch waren diese Schwärmereien nur einseitig und wurden freundlich aber bestimmt abgewiesen. Denn beide verbrachten unglaublich viel Zeit zusammen und waren bei der Jagd ein eingespieltes Team. Eichenkampf hatte zum ersten Mal seit langem wieder ein Lächeln gezeigt. Die Harmonie währte jedoch nicht lange, denn Eichenkampf hatte unbewusst einen Samen der Eifersucht in Bärensterns Herz gepflanzt.
Eben jener erblühte in einem heftigen Streit der zwei Freunde, dessen Ausgang ein blutiges Ende fand, indem Bärenstern sein achtes Leben – und Eichenkampf sein linkes Auge verlor.

Die Zeit heilt bekanntlich alle Wunden – und so rauften sich auch die zwei Freunde wieder zusammen, denn das Geheimnis von damals und ihre zahlreichen Kriegernarben, schweißten sie nur noch enger zusammen. Hätte Eichenkampf gewusst, dass es für Bärenstern der letzte Winter sein würde, wäre er wahrscheinlich gewillt gewesen ein noch besserer Kumpane zu sein. Der Clan hatte durchaus seine Hochzeiten und Niederschläge mit Bärenstern an seiner Spitze erlebt, doch niemand hatte ahnen können, dass ihr Anführer in dem großen See inmitten der Clanterritorien ertrinken würde.
Tage später fand man seine Leiche am Ufer des Sees, seine eigene Rettung hatte ihm seine ganze Kraft gekostet und er war im Schlamm verendet. Die Todesursache konnte nicht festgestellt werden, da Bärenstern allein unterwegs gewesen war. Eichenkampf vermutet jedoch, dass der Tod des Anführers kein Unfall gewesen war, sondern vielmehr ein geplantes Attentat. Nun gilt es den Mörder Bärensterns zu finden und Mutstern daran zu hintern, den Clan ins Verderben zu führen.

Zukunft [Gerechtigkeit oder Rache]
Welch Ziele sollte er noch verfolgen? Jedenfalls wird er Mutstern im Auge behalten und versuchen das Ansehen ihres Clans zu wahren. Rachegedanken keimen nur äußerst selten oder in bestimmten Situation in ihm auf, ob er sich jemals diesen hingeben wird ist fraglich.
Familie
Loved ones. Hated ones. Who influenced your life?

Mutter Blütentanz // verstorben

Vater Fuchsbart // unbekannt

Schwester Schwalbenpfote // getötet

Onkel Ascheregen // NPC // unbekannt

Bester Freund Bärenstern // verstorben

Ehemaliger Schüler Mutstern  // 48 Monde // bespielt

Ehemalige Schülerin Taubenschwinge // NPC // am Leben

Out off
Everything else of importance.

Auf und davon Eichenkampf wird fortgehen und sich auf eine Selbstfindungsreise begeben.

Regeln gelesen Yes

CharaktereErstkatze
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Danke Eisgesang ♡


Zuletzt von Eichenkampf am Mi Nov 28, 2018 10:18 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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IDENTITÄT : Seid gegrüßt, edle Krieger, mein Name lautet Frostfeder und ich bin die Tochter von Splitterstern, dem ehrbaren Anführer des Clans der schimmernden Birke. Ich bin eine angenehme Zeitgenossin - sofern man davon absieht, mich anzulügen. Ich besitze jedoch eine scharfe Zunge und habe meinen eigenen Kopf, bin durchaus eitel und kenne meine Grenzen nicht.

BeitragThema: Re: Eichenkampf | Wächter   Mi Nov 28, 2018 9:52 pm

Beim kurzen Überfliegen ist mir aufgefallen, dass die Ziele noch fehlen, liebe Jess alias @Eichenkampf :) Würdest du dies noch ergänzen?

Mit lieben Grüßen, Fee <3

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 Eichenkampf

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BeitragThema: Re: Eichenkampf | Wächter   Mi Nov 28, 2018 10:20 pm

@Frostfeder, danke für den Hinweis - ist ediert .3

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BeitragThema: Re: Eichenkampf | Wächter   Do Nov 29, 2018 1:16 pm

Hallo liebe Jess alias @Eichenkampf :)

Ich muss sagen, dein Steckbrief hat sich wie eine wunderbare, spannende Kurzgeschichte lesen lassen. Ich finde es absolut toll, dass du Eichenkampf so viel Leben und Tiefe eingehaucht hast und mit so viel Sorgfalt einen so schönen und tiefsinnigen Lebensrahmen gesponnen hast.
Vor allem interessiert mich, ob Ascheregen irgendwann und irgendwo auftauchen wird und ob es vielleicht doch noch eine Liebes-Zukunft für Eichenkampf geben wird.

Herzlich Willkommen im RPG! Wieder ein Charakter, bei dem ich es bereue, nicht im Clan der flüsternden Hügel vertreten zu sein! :D



WELCOME ON BOARD


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